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  • Abitur im Internat - 113 Absolventen der Zinzendorf-Gymnasien bestehen

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    Bester Gymnasiast mit Spitzenleistungen in den Naturwissenschaften

    „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Diesen Bibelspruch (Hebräer 13,14), der zugleich die Jahreslosung ist, haben sich die 113 Abiturienten der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorf-Gymnasien zum Motto ihres Abschiedsgottesdienstes gewählt.

    In Zeiten der Globalisierung habe dieser Spruch, den die Schülerinnen und Schüler in einem kleinen Anspiel verdeutlichten, wieder eine große Bedeutung erlangt, meinte der Schulleiter der Zinzendorf-Gymnasien, Johannes Treude. „Ihr werdet an verschiedenen Orten leben“, sagte er. „Die Menschen sind heute überall und nirgends zu Hause.“ Umso wichtiger sei eine geistige Heimat, eine Quelle, aus der wir von jedem Ort der Welt aus Kraft schöpfen können. Ob er nach Köln fahre, in die Toskana reise oder sich Königsfeld ansehe – überall seien es Kirchen, die das geografische Zentrum einer Stadt oder eines Dorfes bildeten. „Menschen brauchen einen geistigen Mittelpunkt“, so Treude, „denn Mut und Tatkraft eines Menschen entspringen den geistigen und nicht den materiellen Ressourcen.“ Er wünschte allen Schulabgängern, dass jeder seinen eigenen „Kirchensaal“ als geistigen Mittelpunkt findet. Vielleicht sei es ja auch der in Königsfeld, den sie sehen, wenn sie irgendwo auf der Welt die Augen schließen und sich besinnen.

    Auch der Schulpfarrer Christoph Fischer ging auf den Stellenwert des Nicht-Materiellen ein. Nicht die Zeugnisnoten oder das Geld, das jemand mit nach Hause bringt, manche ihn zum Menschen. „Ihr habt etwas in der Tasche, weil ihr etwas im Kopf habt“, sagte er zu den Schulabgängern. Das Leben sei wie eine sich immer bewegende Schaukel, in der innere und äußere Werte eine Balance halten. „Beides zählt.“ Ganz in diesem Sinne wechselten sich auch bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes Orgelstücke und Kirchenlieder mit eher weltlichen, groovigen Stücken eines kleinen Jazz-Ensembles ab. Als einen der musikalischen Höhepunkte feierten Schüler und Angehörige im voll besetzten Kirchensaal die Interpretation des Rap-Dance-Hits „Feel This Moment“, der im Original von Pitbull und Christina Aguilera vor ein paar Monaten die Charts eroberte.

    Die Interpretin Lisa Hölzle, die mit Dennis Linse im Duett sang, hatte sich im Laufe ihrer Schulzeit musikalisch immer wieder hervorgetan, weshalb sie mit dem Musikpreis ausgezeichnet wurde. Der Theaterpreis ging an Sarah Fritschi und Sarah van Ruiswijk, den Fachpreis Kunst teilen sich Maria Lohde, Larissa Maiworm und Cosima Gräßlin. Im Bereich der Sprachen ging der Scheffelpreis an Lea Ebner und Ariane Blessing, die mit einer glatten 1,0 auch das beste Abitur der beruflichen Zinzendorfgymnasien ablegte. Melissa Wenner und Anja Fesenmeyer wurden mit dem Fachpreis Spanisch ausgezeichnet, der Fachpreis Englisch ging an Ariane Blessing, Miriam Kluge, Melissa Wenner und Tim Hauber.

    Bei den Naturwissenschaften bekam der beste Abiturient des allgemeinbildenden Zinzendorf-Gymnasiums, Sinclair Rockwell-Kollmann (Note 1,3) jeden Preis, den es zu holen galt: Zusammen mit Vincent Federle teilte er sich den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, außerdem wurde er mit dem Preis der Physikalischen Gesellschaft, dem Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Ferry-Porsche-Preis für Spitzenleistungen im Bereich der Naturwissenschaften ausgezeichnet. Die Mitgliedschaft in der Physikalischen Gesellschaft ging an Jan-Hendrik Witt.

    Für besondere Leistungen im Sport bekam Stephan Ohnmacht die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille, der Preis des Elternbeirats ging an Lisa Kohler und last, not least, bekam Jule Schreiber die Amos-Comenius-Medaille für ihre Leistungen in Pädagogik und Psychologie.