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  • Frühjahrskonzert der Zinzendorfschulen voller Erfolg

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    Überall auf der ganzen Welt haben Schulorchester das gleiche Problem: Wenn am Ende eines Schuljahres ein Jahrgang seinen Abschluss in der Tasche hat, fehlen oft gleich mehrere der besten Musiker im Ensemble. Die Internate der Zinzendorfschulen trifft das nicht ganz so hart, denn in Königsfeld wird die schöne Tradition gepflegt, dass das Abgangszeugnis nicht automatisch ein Ende der Zugehörigkeit zum Orchester bedeutet.

    Im Gegenteil, viele Altschüler kommen von ihrem Studien- oder Arbeitsort extra in den Schwarzwald, um bei den Konzerten des Schulwerks mitzuwirken – gemeinsam mit den Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden der Zinzendorfschulen. Wie kreativ diese Zusammenkünfte sind, bewiesen am Samstag wieder einmal um die hundert Musiker, die in verschiedenen Orchestern unter der Leitung von Reinhard Ziegler ein Frühjahrskonzert gaben.

    Narnia“ wurde das Programm benannt nach der Filmmusik von Stephen Barton und Harry Gregson-Williams, welche das Schulorchester zum Ende und Höhepunkt der Aufführung spielte. In dieser großen Besetzung mit je rund 25 Streichern und Bläsern sowie Schlagwerk bezauberten sie das Publikum nicht nur mit der einst für Golden Globe und Grammy nominierten Filmmusik. Zuvor boten sie im voll besetzten Kirchensaal auch Brahms’ „Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a“ und dem Vorspiel zu Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ dar. Die Besucher waren so zahlreich, dass beide Emporen besetzt waren und drei Zuhörerinnen sogar in den Regalen Platz nahmen, in denen die Kissen für die Kirchenbänke gestapelt werden.

    Den Auftakt zum Konzertnachmittag hatten die jüngsten Zinzendorf-Schülerinnen und Schüler gemacht. Das Fünfer-Orchester debütierte mit dem Stück „Blessing“ des norwegischen Chorleiters Tore W. Aas, dem Traditional „I’ve got Peace“ und Jacques Berthiers „Bless the Lord my Soul“.

    Fast doppelt so viele Schülerinnen und Schüler spielen im Orchester der sechsten Klassen, die nach dem traditionellen „Halleluja“ und Antonín Dvořáks „Aus der neuen Welt“ auch ein „O Happy Day“ so präzise und groovend interpretierten, dass sie es locker mit einer Dixie-Band aufnehmen konnten.

    Die Jazz-Band wartete diesmal gleich mit zwei Keyboardern, was – zusammen mit dem Schlagzeug – dem treibenden Rhythmus vor allem beim Set-Opener „Moondance“ aus der Feder des irischen Musikers Van Morrison sehr entgegen kam. Geschickt wurde der Spannungsbogen aufgebaut: Oliver Böhler wirbelte schon am Schlagzeug, als die anderen Musiker nach und nach die Bühne betraten und die charakteristischen Riffs aufgriffen. Die Sängerinnen Sarah Egbuche und Kira Schick wechselten sich am Mikrophon ab – jeweils passend zum Charakter ihrer Stimmen übernahm Sarah das Mikrophon bei den ruhigen Jazz-Stücken „Angel Eyes“ und „Stormy Monday“, während Kira beim temperamentvollen „Moondance“ und Luis Bonfis „Manha de Carnval“ Stimmkraft bewies. Nach dem instrumentalen „Dear old Stockholm“ überraschte bei der Zugabe der Jazz-Band David Fornal als Sänger mit dem vor allem durch Joe Cocker bekannt gewordenen „Unchain my Heart“.

    Ohne eine Zugabe ganz zum Schluss ließ das begeisterte Publikum auch diesmal die Musiker nicht nach Hause gehen. Alle Beteiligten – Fünfer-Orchester, Sechser-Orchester, Jazz-Band und das Schulorchester - spielten „O Fortuna“ aus der Carmina Burana von Orff, was so gut ankam, dass die Zuhörer es mit lang anhaltendem Applaus ein zweites Mal forderten.


     

     

    Im vollbesetzten Kirchensaal begeisterten verschiedene Orchester der Internate der Zinzendorfschulen beim Frühjahrskonzert ihr Publikum