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  • Internat Marienau - Einmal um die Welt

    Kategorie: Berichte DIV

    High Seas High School: Hamburg – Guernesey- La Curuna – Teneriffa- Atlantik-Überquerung- Martinique – Panama- Blas-Inseln – Costa Rica – Honduras -Utila – Kuba – Bahamas – Bermuda-Inseln und zurück nach Hamburg - 13.000 Seemeilen in 203 Tagen....

    ...davon eine Woche seekrank in der Koje verbracht. Maximilian Roth hält seine Zuhörerinnen und Zuhörer in Bann, als er von seiner Weltumsegelung auf dem Schulschiff Johann Smidt erzählt. „Als ich da seekrank, tagelang abwechselnd komatös oder spuckend, in der Kajüte lag, hab ich mich ehrlich gefragt: Warum tust du dir das eigentlich an? Wirklich, es hat sich mehr als gelohnt. Ich kann euch nur sagen: Meldet Euch für dieses Projekt an!“

    36 Schüler, vier Lehrer und sieben Mannschaftsmitglieder, dazu ein Arzt während der Atlantik-Überquerung, das alles auf allerengstem Raum, Tag und Nacht, sieben Monate lang. „Jeder hatte in der Kajüte etwa einen Meter für sich, das war alles, was wir an Privatraum hatten. Die Kajüte der Jungen hieß „Pumakäfig“, man kann sich ja vorstellen, warum: Nasse Klamotten, Schweißfüße, Essensreste, duschen nur alle 2 Tage, Wäsche waschen höchstens alle 2 Wochen…!“ Doch was zählte das schon, verglichen mit den vielen Höhepunkten der Reise.

    Die Ersteigung des Teide auf Teneriffa, 3781 Meter mit vollem Gepäck, dazu ein Temperaturunterschied von mehr als 30 Grad;
    Baden im Atlantik am Nikolaustag;
    eine Woche Regenwald in Costa Rica,
    anschließend Wohnen bei einer Gastfamilie in Longo Mai,
    Zuckerrohr- und Kaffee-Ernte;
    die Maya Stätten in Honduras;
    zwei Wochen Tauchen auf Utila

    „Für mich war es das erste Mal, dass ich in der Tiefsee getaucht bin. Wenn man nach oben schaut und da sind 20, 30 Meter über Dir, das ist schon beeindruckend!“ Nicht vergessen wird Max auch den Besuch des Che-Museums in Havanna: „Einer meiner Freunde hatte die Absperrung nicht gesehen und saß plötzlich auf dem Privatklo von Che Guevarra. Wir haben richtig gelacht, als er wieder herauskam - rot bis über beide Ohren, schließlich musste er ja an den Wächtern vorbei!“ Ganz so spannend war der Alltag an Bord nicht immer. Da wechselten sich Wache halten und Unterricht ab, natürlich nicht zu vergleichen mit dem normalen Schulleben, und alle neun Tage hatten die Segler Backschaft und Küchendienst, und das hieß morgens in aller Herrgottsfrühe aufstehen, Brötchen für die gesamte Mannschaft backen, den Frühstückstisch decken, das Mittagessen vorbereiten, abwaschen, für den Nachmittag Kuchen backen und am nächsten Morgen die Toiletten putzen. „Hört sich schlimm an, aber es waren ja nur drei oder vier.“

    Diese sieben Monate an Bord und an Land haben Max sichtbar verändert. Sein Auftreten ist selbstbewusster, sein Blick klar, er wirkt gelassen, so als könne ihm nichts mehr aus der Bahn werfen – schon gar nicht die Schule!

     

    Internatsschüler und Teilnehmer der High Seas High School bei der Kaffeeernte in Costa Rica