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  • Internatsschüler der Zinzendorfschulen erlaufen 12 616 Euro für Lambarene

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    12 616 Euro und 16 Cent: Dass der Sponsorenlauf der Zinzendorfschulen so viel Geld einbringt, hätte kaum jemand sich vorzustellen gewagt. Doch diese gewaltige Summe wurde jetzt auf das Spendenkonto des Albert-Schweitzer-Zentrums eingezahlt.

    Am vergangenen Donnerstag nahmen die Schülerinnen und Schüler aller Klassen sowie zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer für den Kindergartenneubau in Lambarene Runde um Runde durch Königsfeld in Angriff. Insgesamt absolvierten sie 4183 Mal die Strecke vom Zinzendorfplatz durch den Zinzendorfweg bis zum Rathaus, die Rathausstraße entlang und die Friedrichstraße wieder hinunter. Jeweils 500 Meter lang war eine Runde, es kamen also mehr als 2000 Kilometer zusammen, etwa so viel wie die Strecke von Königsfeld nach Rom und zurück.

    Jeder Teilnehmer hatte sich zuvor einen Sponsor gesucht und mit ihm individuell die Spendensumme pro Runde ausgehandelt. Ihr Bestes haben alle gegeben, dazu gab es in beinahe jeder Klasse und Altersstufe Läufer mit einer Extra-Portion Ehrgeiz. Bei den Jüngsten waren es unter anderem Dominik Schäfer und Eric Blust. Die beiden Fünftklässler der Realschule waren zusammen gelaufen und hatten sich jeweils 36 Runden vorgenommen, also ganze 18 Kilometer. Bei Runde 33 erzählten sie in einer kurzen Verschnaufpause, dass sie ihre Eltern als Sponsoren gewinnen konnten, bevor sie die letzten eineinhalb Kilometer in Angriff nahmen. Gleich 40 Runden schaffte Timo Tauser aus der 5 W.  Die höchste Rundenzahl (62 Mal durch Königsfeld) von allen Teilnehmern lief Michael Höfler aus der 7b, die sich mit 406 Runden bei 22 Schülern ohnehin als eifrigste Klasse erwiesen hatte.

    Auch die Lehrerinnen und Lehrer füllten unermüdlich ihre Stempelkarten, bis teils schon kein Platz mehr darauf war. Im Feld der Läufer wurde auch Schulleiter Johannes Treude gesichtet, die Leiterin des Tagesinternats, Ulrike Korell hatte schon früh am Morgen 15 Runden absolviert und genoss das Ende des Sponsorenlaufs frisch geduscht im Schatten des Zinzendorfplatzes als Zuschauerin.

    Hier war es sehr kurzweilig. Auf der Bühne gab es immer wieder musikalische und tänzerische Einlagen, an verschiedenen Ständen konnten die Besucher beim Dosenwerfen und Ringe werfen ihre Geschicklichkeit testen oder bei einer Tombola prüfen, ob Fortuna ihnen hold ist. Wer seinen  Energiespeicher auffüllen musste, hatte die Wahl zwischen Burgern, Cola, Hot Dogs und knuspriger Pizza, welche die 5b mit ihrem Lehrer Stefan Gilga im neuen Backhaus unermüdlich buk und immer wieder mit einem Bollerwagen vom Schulgelände auf den Zinzendorfplatz brachte.  Die 1BKPRa hatte ihre Staffeleien mit nach draußen genommen und ließ sich vom bunten Treiben inspirieren – und bereitwillig über die Schulter blicken.

    Für den reibungslosen Ablauf des Vormittags haben die beiden achten Klassen der Realschule gesorgt. Sie haben den Sponsorenlauf als themenorientiertes Projekt im Fächerverbund WVR (Wirtschaft, Verwaltung, Recht) organisiert, vom Konzept über die Genehmigung, die Friedrichstraße und die Rathausstraße zu sperren, bis zum Plakatieren. „Es geht bei diesem Projekt darum, Geld eigenständig zu erwirtschaften, rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten und es dann auch wieder auszugeben“, erklärt die Achtklässlerin Alicia Ackermann das Pflichtprojekt, das die Klassen mit ihren WRV-Lehrern Helmut Hertnagel und Rolf Nattmann so sinnvoll und zugleich fröhlich umgesetzt haben. Die 8Ra hat sich um den Lauf gekümmert, die Parallelklasse 8Rb um die Verpflegung und das Rahmenprogramm.