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  • Siebtklässler des Internats-Gymnasiums Louisenlund schreiben eigenes Theaterstück

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    Es ist schon erstaunlich, was SchülerInnen aus dem 7. Jahrgang des Internatsgymnasiums Louisenlund auf die Beine stellen: Sie haben es gemeinsam in einer Theatergruppe gewagt, ein eigenes Theaterspiel zu kreieren.

    Zunächst hatten Improvisationen auf dem Programm gestanden - hier bekamen die Schüler die Möglichkeit, sich selbst und die Mitspielenden zu erkunden, den eigenen Mut zur Selbstdarstellung und Rollenübernahme auszuloten. Später dann fühlten sich die Schüler selbstbewusst genug, ein eigenes Stück zu schreiben. Sie hatten etwas zu sagen und wollten es mit anderen Menschen teilen. 

    Viele Gäste waren zur "Premiere" des Stücks "Skype and other ways to be on the same page"zur gekommen, die kürzlich im Musiksaal auf Hof Louisenlund stattfand - und man staunte nicht schlecht:  Sechs sehr junge Schauspieler agierten in englischer Sprache - das kam so locker und gekonnt, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres. Neben einem herrlich amüsanten Erzähler (Melvin Franz) gab es die Gruppe von "typischen" Mädchen (Alexa Johanna Wollandt, Marlén Marén Lüken, Paula Rasch), die in den Schulbänken Wimpern tuschen und Schreikrämpfe bekommen - angesichts eines Pickels. Dieses Unglück wird dann nicht nur auf facebook gepostet. Hier setzt dann auch das nächste Medium ein - ein witziger Werbefilm über das Antipickelmittel "Olivia". Zurück in der Wirklichkeit und in der Situation des Unterrichts im fiktiven Klassenraum herrscht die Unruhe, die jeden Lehrer zur Verzweiflung bringen kann. Im ergänzenden Filmstreifen wird Almedina Hadzic so von ihren Schülern genervt, dass schließlich alle zum Direktor müssen.

    Das alles ist allerdings lediglich "Zutat", denn die eigentliche Geschichte beginnt, als Anoo (Johanna Philippa Schulken-Großmann), ein Mädchen aus Indien, neu in die Klasse kommt. Sie freundet sich mit Jo an (Marvin-Mortimer Müller), erzählt ihm von Indien, von Festen und Wäldern und alten Bäumen dort, von Fabelwesen wie dem roten und dem blauen Drachen. Eine echte, "wirkliche" Freundschaft beginnt - keine über facebook, Whatsapp, Youtube. Anoo kann schön fabulieren, Jo gut malen - später wollen sie gemeinsam Bücher veröffentlichen. Ein Anruf zerstört das Glück, Anoo muss zurück nach Indien. Großer Abschiedsschmerz. Aber - "Es gibt ja skype …" .

    Johanna, Marvin, Marlén, Paula hatten die Idee zum Stück, Johanna Philippa (Anoo) hat es aufgeschrieben, David Körzdörfer war zuständig für "camera and special effects". Eine feine Sache ist da den mutigen Siebtklässlern gelungen. Und die inspirierende Almedina Hadzic bringt es auf den Punkt: "… die Schüler haben gelernt, dass es beim Theaterspielen um Hingabe, Zusammenarbeit, Kommunikation, Ausdauer, Problemlösungskompetenz, Vertrauen und Kreativität geht."