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  • Solling - Das Internat: Stand up for your rights!

    Kategorie: Berichte DIV

    Gebannt und betroffen folgen die Schüler dem Bericht von Meron Estefanos. Die 38-Jährige aus Eritrea ist im Alter von 14 Jahren mit ihrem Vater nach Schweden ausgewandert und heute als Menschenrechtlerin auf der ganzen Welt aktiv. Auf englisch erzählt sie in der Abendsprache vom 28.11. von der bewegten Geschichte ihres Heimatlandes, von Menschen voller Hass, vom Mangel an Wasser, Strom und allem Erdenklichen.

    Sie erzählt, dass in Eritrea Menschen entführt und misshandelt werden, um dann hohe Lösegeldforderungen zu erpressen. Ihre PowerPoint-Präsentation zeigt zahlreiche Bilder inhaftierter, verfolgter und ermordeter Landsleute und verschafft einen erschreckenden Einblick in die Zustände im Land.

    Auf bedrückende Weise dient der Vortrag als Einleitung zur Verleihung des diesjährigen Menschenrechtspreises am Internat. Als Meron Estefanos geendet hat, übernimmt Frau Dücker das Wort. Das Jurymitglied leitet über zu den neun Schülern, die die Herbstferien dazu genutzt haben, sich mit den ausgeschriebenen Themen auseinanderzusetzen. Sieben von ihnen übergibt sie ein Buchgeschenk (Luisa, Anna, Claudia, Julius, Florian, Pauline und Lisa-Marie). Oscar gewinnt den 2. Platz und damit eines der beiden Tickets nach Oslo. Symbolisch gibt es für ihn einen Reiseführer der Stadt. Verena, die sich dem Zitat von Martin Niemöller* auf ganz ungewöhnliche Weise genähert hat, erhält für ihren Essay in Ich-Form den 1. Preis. Auch sie wird im Mai auf die Fähre nach Oslo steigen. Wir gratulieren allen, die mitgemacht haben! Bedanken möchten wir uns auch bei dem Stifter des Preises Altschüler Peter Müller, bei Frau Estefanos und bei Heiner Meisieck, der das ganze Projekt am Internat leitet und hilfreiche Informationen über Eritrea und die Menschenrechtslage im Land verteilt hat.

     

    * First they came for the communists, and I did not speak out – because I was not a communist; then they came for the socialists, and I did not speak out – because I was not a socialist; then they came for the trade unionists, and I did not speak out – because I was not a trade unionists; then they came for the Jews, and I did not speak out – because I was not a Jew; then they came for me – and there was no one left to speak out for me.