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  • Zinzendorfschulen - Campus Comenius zeigt Perspektiven

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    Fünfte Berufsfindungsmesse bietet Betrieben und Jugendlichen eine Plattform

    Königsfeld. Sich für den geeigneten Beruf zu entscheiden ist angesichts der Fülle an Möglichkeiten heute gar nicht mehr so einfach. Umso dankbarer waren Schüler und Eltern über das breitgefächerte Angebot der fünften Berufsfindungsmesse Campus Comenius ® der Zinzendorfschulen. 

    Rund 30 Unternehmen und Betriebe, Hochschulen und Institutionen verschiedenster Branchen waren am Samstag nach Königsfeld gekommen, um junge Menschen über ihre Zukunftsperspektiven zu informieren.  „Ich verspreche mir, gute neue Auszubildende zu finden“, sagte Christoph Herrmann, Ausbildungsleiter der Geisinger Firma Pajunk Medical Produkte GmbH. Auch Corrado Danelutti, Geschäftsführer von Nobatec aus Niedereschach, kennt das Problem des Fachkräftemangels. „Am einfachsten ist es, seine Mitarbeiter selbst auszubilden.“

    Speziell auf die Eltern zugeschnitten war ein gut besuchter Informationsabend  von IHK, Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit, dem Bildungsbüro und den Ausbildungsbotschaftern vier Tage zuvor als Auftakt der diesjährigen Berufsfindungsmesse.

    So waren auch am Samstag viele Schüler in Begleitung ihrer Eltern gekommen, wie etwa Max Pluskat aus der 8W, der schon genau weiß, dass er später einmal einen Beruf im Einzelhandel anstrebt. Er hat auf der Berufsfindungsmesse Kontakt zu Aldi aufgenommen und wurde ermuntert, sich zu bewerben.  Seine Mitschüler hatten auch im Unterricht den Auftrag bekommen, sich an verschiedenen Ständen über die unterschiedlichen Berufsbilder zu informieren.

    Wer noch keine Idee hatte, in welche Richtung die berufliche Reise gehen könnte, war bei den Ausbildungsberatern von  Industrie- und Handelskammer und der Agentur für Arbeit gut aufgehoben. „Zu mir kamen sowohl Achtklässler der Werkrealschule als auch Neuntklässler aus dem Gymnasium“, sagte die Berufsberaterin Beate Köngeter.

    Andere haben schon sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft und konnten dennoch wertvolle Tipps mitnehmen. Der Gymnasiast Timo Trautmann, der einmal Pharmazie studieren möchte, fand den Workshop zum Bewerbertraining sehr hilfreich. „Den kann jeder brauchen“, meinte der Zehntklässler. Susanne Gärtner, die bei der Deutschen Bank für die Qualifizierung der Mitarbeiter zuständig ist, erklärte während der kleinen Schulung den Schülerinnen und Schülern, wie sie beim Bewerbungsschreiben punkten und sich emotional, intellektuell und organisatorisch am besten auf das Vorstellungsgespräch beziehungsweise Assessment-Center vorbereiten können.

    Es fanden auch viele Jugendliche, die nicht die Zinzendorfschulen besuchen, den Weg nach Königsfeld. Die Neuntklässlerin Rebecca Weiß aus Bad Dürrheim war mit ihren Eltern gekommen, um sich bei der Infoveranstaltung der Berufsfachschulen zu informieren, wie ihre weiterer schulische Ausbildung  nach dem Werkrealschulabschluss aussehen könnte.

    Die Gymnasiastin Nadja Wipf aus Kappel, die in Villingen ihr Abitur macht, interessierte sich vor allem für die Hochschulen.  „Wahrscheinlich werde ich studieren, hier kann ich mir einen guten Überblick verschaffen.“ Wie bei der betrieblichen Ausbildung konnten auch künftige Studierende Ansprechpartner aus ihrer Generation finden:  Lisa Riedel war als „Wing“-Studienberaterin für die HFU Hochschule Furtwangen im Einsatz und erklärte Interessenten, was das Studium des Wirtschaftsingenieurswesens ausmacht. 

    Auch die Schulleitung war über den Erfolg der Berufsfindungsmesse angetan. „Der Andrang der Aussteller ist immer größer als die Zahl der Plätze, die wir haben“, sagte der stellvertretende Schulleiter Stefan Giesel.  Das Schulwerk bietet mit der organisatorisch aufwändigen Messe jungen Menschen und Ausbildern die Plattform, zueinander zu finden, damit die Schüler eine Perspektive haben, denn „gerade in der heutigen Zeit ist es das Wichtigste für junge Menschen, ihr Leben in die Hand zu nehmen“, sagte der Schulleiter der Zinzendorfschulen, Johannes Treude, am Morgen bei der Eröffnung.