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  • Internat Landschulheim Burg Nordeck - Rollenspiel der Religionen

    Kategorie: Berichte DIV

    Im Internat Landschulheim Burg Nordeck fand jetzt das Live-Rollenspiel »König von Jerusalem« im Rahmen des Schulenwettbewerbs »Trialog der Kulturen« statt. Diesen richtet die in Bad Homburg ansässige Herbert-Quandt-Stiftung jedes Jahr aus.

    Das Rollenspiel schaute sich Anke Renger von der Stiftung an. Sie erlebte, wie viele Gäste teilnehmen konnten – unter anderem Schüler und Betreuer des Vereins Waldritter – die die Schule im Wettbewerbsjahr betreuen. Verantwortlich für die Schüler des Landschulheimes zeigen sich Tara Moritzen und Christiane Strobach.

    Die Schüler spielten die Ringparabel von Lessing nach, in der ein alter König den Ring vervielfältigt, der seinen Nachfolger legitimieren soll. Je einen Ring gibt er Juden, Christen und Muslimen. Versetzt wurden die Schüler in die Zeit um 1100 nach Christus – vor dem zweiten Kreuzzug. Dabei füllten sie ihre Rollen – als Jude, Christ oder Moslem – lebendig aus. Großen Wert gelegt wurde dabei auf die Kostüme. Einige davon hatten Schüler in einer vorausgehenden Projektwoche selbst genäht. Im Live-Rollenspiel erlebten die Schüler Konflikte wegen religiöser Unterschiede und arbeiteten an einer Lösung, um die Thronfolge zu bestimmen. Hierzu hatten die Schüler vier Stunden Zeit. Dabei wurden ihnen keine Vorgaben gemacht; sie waren frei in der Entscheidung, wie die Thronfolge in Verhandlungen geklärt werden konnte. Selbstständiges Agieren und Handeln ist ein wichtiger Bestandteil des Live-Rollenspiels. 

    Im Verlauf eigneten sich die Schüler Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Religionen an. Sie diskutierten über den Zusammenhang von Frieden zwischen den Religionsgruppen und den zugrundeliegenden heiligen Schriften. Auch Lebenswandel und religiöse Gebote kamen zur Sprache.

    Internat Burg Nordeck: Rollenspiel - Muslime, Christen und Juden diskutieren, wer der neue König werden soll.