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  • Internat Solling - Besuch aus dem Reich der Mitte

    Kategorie: Berichte DIV

    Seit Schuljahresbeginn lebt die Chinesin Danshu Li im Internat Solling. Sie hat in Peking ihren Bachelor in Germanistik gemacht und arbeitet bis Pfingsten bei uns als Fremdsprachenassistentin. Im Rahmen dieser Aufgabe bringt die 23-Jährige Anfängern und Fortgeschrittenen nicht nur die chinesische Sprache bei.

    Mit viel Engagement und Spaß zeigt sie, wie aus chinesischen Knoten Armbänder geknüpft werden oder Papier geschnitten wird. Außerdem können mit Pinseln, die sie extra mitgebracht hat, erste Versuche in Kalligraphie unternommen werden. Und auch die Abendsprache am vergangenen Sonntag in der Hohen Halle, zu der sie alle Schüler und Lehrer eingeladen hatte, soll Einblicke in die Kultur und das Leben des Lands des Lächelns vermitteln. Danshu beginnt mit einem kurzen Film über China, der ein Land porträtiert, das dabei ist sich zu öffnen. Danach interviewt sie Anja Glaubitz, eine Holzmindenerin, die viele Jahre mit Mann und Kind in Shanghai gelebt hat. Begeistert erinnert diese sich an ihre Zeit in China, wie sie sich die fremde Sprache angeeignet hat, wie sie lernte, dort zurechtzukommen und sich wohlzufühlen.

    Auch Danshu fühlt sich wohl in Deutschland. Schon zu Schulzeiten war sie in Berlin, als Studentin dann für einen Sommerkurs im Ruhrgebiet, und jetzt mit dem Pädagogischen Austausch-Dienst und dem Konfuziusinstitut im Solling. Und auch hier gefällt es ihr: „Die Landschaft ist wunderschön – und die Luft ist so gut!“ Aber vor allem gefällt ihr das Leben in der Kam. Und so lädt sie regelmäßig Schüler zu einer Koch-AG ein, in der diese mal keine Spaghetti kochen. Dann erzählt Danshu auch von ihrem Land - dass es schon viele Unterschiede gebe zwischen dem Schülerdasein in China und dem in Deutschland. „In China bin ich morgens um 7 Uhr in die Schule gegangen und abends um 22 Uhr war sie erst zu Ende.“ Klausuren gebe es jeden Tag; dass man wie hier singen, tanzen und Sport machen könne, wäre in ihrem Land undenkbar. Sie glaubt, dass chinesische Schüler sicher mehr lernten - gerade in den Naturwissenschaften; deutsche Schüler und Studenten hingegen würden freier denken lernen. Das gefällt ihr. Darum möchte sie im Oktober gerne einen Masterstudiengang in Deutschland beginnen: „Interkulturelle Kommunikation vielleicht“, sagt sie. Beste Voraussetzungen dafür bringt sie mit. 

    Internat Solling lebt internationale Kommunikation - hier am Beispiel China