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  • Internat Zinzendorfschulen - Erste Eindrücke vom Berufsleben

    Kategorie: Berichte DIV

    Astronaut oder Lokomotivführer oder Prinzessin - spätestens nach der Grundschule dämmert es den meisten Kindern, dass diese Berufswünsche doch nicht so ganz einfach zu realisieren sind. Den Werkrealschülern der Zinzendorfschulen werden deshalb schon sehr früh erste Eindrücke vom Berufsleben vermittelt.

    In der vergangenen Woche besuchte Klasse 6W die Firma Brugger Magnetsysteme in Hardt und besichtigte die rund 5000 Quadratmeter große Produktionsfläche. Nach einer Einführung in die 50-jährige Firmengeschichte erklärte Geschäftsführer Georg Brugger die vielseitigen Anwendungsbereiche für Magnete. Die SchülerInnen lernten, dass Alltagsgegenstände wie Teddybären, Hammer oder Seifenhalter damit in ihrer Handhabung optimiert werden und waren überrascht, dass selbst das Blaulicht auf dem Dach des Dienstwagens von Angela Merkel mit einem Saugmagneten ausgestattet ist.

    Bei einem Rundgang durch Stanzerei, Dreherei und vorbei an großen Spritzgussmaschinen konnten die SchülerInnen den Mitarbeitern an ihren Arbeitsplätzen über die Schulter schauen und auch selbst ihre Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit beim Zusammenschrauben verschiedener Pinnwand-Magnete testen.

    Schon ein paar Wochen zuvor waren die Fünftklässler der Zinzendorfer Werkrealschule unterwegs. Sie besichtigten die Schreinerei Schwarzwälder in Burgberg. Hier ließen sie sich nicht nur den umfangreichen Maschinenpark erklären, sondern erfuhren auch alles über verschiedene Holzarten und deren Lagerung. Dabei fanden sie es gut, dass die Holzabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um den Betrieb zu beheizen.

    Schreinermeister Frank Schwarzwälder, er führt den Betrieb schon in der vierten Generation, war auf die neugierigen Fragen der SchülerInnen bestens vorbereitet, da er selbst junge Menschen auf dem Weg einer Fachausbildung begleitet. Unter Anleitung durften sie auch selbst mal ein Brett einlegen, das im Handumdrehen in vier sauber geschnittenen Teilen wieder herauskam.

    Dass es sich lohnt, in der Schule zu lernen, war den Schülerinnen und Schülern in beiden Firmen bald klar: Einmal um den verschiedenen Aufgaben bei der Ausbildung gewachsen zu sein, aber auch, dass so die Arbeit viel Freude bereiten kann. Jetzt rückt das erste Praktikum näher. Bereits im kommenden Schuljahr steht es bei den Siebtklässlern der Werkrealschule auf dem Lehrplan, so dass einem guten Start in die Berufswelt später nichts mehr entgegen steht.