• Am 11.11. wird im Internat Solling Gans gegessen - immer

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    Bevor das Essen richtig losgeht erzählt Martin Wortmann, Geschäftsführer der Internateschule Solling wie alles begann.

    Er erinnert an Alfred Kramer, Theophil Lehmann, Gerhard Viebrock und Gerhard Zimmermann. Diese 4 Lehrer saßen am 11. November 1908 zusammen und beschlossen, eine Schule zu gründen. Eine Schule, die sich gegen die autoritären Pauk- und Drillschulen der Zeit wandte, die anders war. Wortmann erzählt auch von den Unterstützern, allen voran Dr. Schmilinsky, und von den Höhen und Tiefen des Internates, von historischen Ereignissen und wie sich immer wieder alles fügt und findet.

    Die Hohe Halle, voll besetzt mit herausgeputzten jungen Menschen und einigen Gästen, lauscht ihm gespannt. Es ist beeindruckend, wie der Wirtschaftsleiter der Internatsschule es immer wieder schafft, neue Aspekte in bekannten Geschichten herauszuarbeiten und zu präsentieren. Alle hätten wohl gern noch länger zugehört.

    Aber das Vortragsende ist der Beginn des großen Gänseessens.....in den Speisesälen wartet auf den schön gedeckten Tischen schon die Vorspeise, die eine sehr gelungene Hinführung zum Höhepunkt des Abends ist: 60 gebratene Gänse werden vom fleißigen Küchenteam mit knuspriger Haut und zu Rotkohl und Kartoffeln serviert. Stephan Heit macht es einmal vor, erklärt genau, wie die Gans zerlegt wird und verteilt dann Handschuhe, Schürzen und das entsprechende Besteck. Auch wenn das Zerteilen der Vögel in tellergerechte Portionen an den Tischen meist etwas anders endet als beim Küchenchef, geschmeckt hat es allen. Und darum gebührt der ganzen Küche großes Lob und großer Dank!

    Internatsschüler im Solling beim traditionellen Gänseessen