• Internat Kirchberg - Hochbegabung oder Lernstörung

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    Gibt es an unseren Schulen nur noch Extreme? Hochbegabung oder Lernstörung, Schulschwierigkeiten? Verhaltensauffälligkeiten?

    Auf der Suche nach den Ursachen vermuten Eltern immer häufiger, dass ihr  Kind zu den – noch nicht diagnostizierten – Hochbegabten zählt oder aber an einer noch unerkannten Lernschwäche leidet. Es scheint, als nehme die Anzahl der Kinder mit entsprechenden Diagnosen stetig zu. Aber ist dem wirklich so? „Nein, tatsächlich ist es so, dass wir heute nicht mehr Hochbegabte oder mehr Problem-Kinder als früher haben. Nur kümmert man sich heute mehr darum“, weiß die erfahrene Pädagogin Dr.  Borchers.

    Endgültige Sicherheit liefere aber nur ein Intelligenztest, der ab einem Alter von fünf Jahren durchgeführt werden kann – und soll. Denn Hochbegabung zieht nicht zwangsweise gute Leistungen nach sich, sondern kann ohne entsprechende Förderung der Kinder auch versiegen und in das Gegenteil, also einen Leistungsabfall durch Demotivation, umschlagen.

    Weit öfter als eine Hochbegabung oder Lernschwäche treten aber „ganz normale Schulschwierigkeiten“ auf, bestätigt die Internatsleiterin. „Bei dem einen Schüler macht es eben später schulisch Klick als bei dem anderen.“ Das Rezept der Schloss-Schul-Pädagogen: Beharrlichkeit. „Zwang bringt gar nichts, aber wir beharren immer wieder z. B. auf zusätzlichen Lernzeiten und versprechen, dass die Schüler dann auch gute Leistungen ernten werden“, so Borchers. Zudem werde auf jeden Schüler differenziert eingegangen.

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